Campen ist nur was für junge Leute, Holländer oder Jene, die kein Problem damit haben auf Komfort zu verzichten? Nicht in Südfrankreich. Denn hier haben so manche Campingplätze einiges zu bieten. Egal ob zwei Wochen mit Kind und Hund oder für den Rundreise-Urlaub an der Côte d’Azur: profitieren Sie von unseren gemachten Erfahrungen auf den Campingplätzen der Provence!

Campingplätze: wir unterscheiden drei Kategorien

  1. G.C.U.: Camping nur für Mitglieder. Eine der ersten Erfahrungen welche man als Camping-Neuling auf der spontanen Suche nach einem Campingplatz vor Ort macht ist vielleicht, dass G.C.U. ein französischer Campingclub ist. Eintritt nur für Mitglieder. Selbst wenn der Platz in der Nebensaison absolut leer ist, Sie werden hier noch nicht einmal das kleinste Zelt aufgestellt bekommen. Also vernachlässigen wir diese Campingplätze einfach. Ebenso wie jene Plätze, bei denen nur Wohnmobile / Wohnwagen akzeptiert werden – hier haben wir einfach keine Erfahrungswerte.
  2. 2-Sterne-Camping: Hierbei handelt es sich in aller Regel um kleinere Campingplätze in privater Hand oder kommunaler: „Camping Municipal“. Übersichtlich und günstig im Preis. Hier bekommt man, was beim Camping erwartet werden darf: ein Stellplatz, optional mit Strom, eine zentrale Toiletten- und Duschmöglichkeit. Einfach gehalten, unserer Erfahrung nach aber durchaus sauber! Manche Plätze warten mit Extras auf, wie Internetzugang, kleiner Spielplatz etc. Hier kann mit dem Zelt, Wohnwagen oder Wohmobil gecampt werden, teilweise kann man aber auch Wohnwagen oder Mobilheime mieten.
  3. 4-Sterne-Camping: Größere Campingplätze haben meist auch mehr Sterne. Und entsprechend mehr zu bieten. Wie Schwimmbad, Abenteuerspielplatz, Bogenschießen, Restaurant, Animation und Einkaufsmöglichkeit. Außerdem sind hier generell auch Mobilheime zu finden. Also eigentlich besteht so manch ein Platz primär aus diesen Mobilheimen, welche es in verschiedensten Größen gibt. Natürlich super für Familien. Insbesondere in Kombination mit dem derweiligen Freizeitangebot für die Kleinen – so manch ein Campingplatz hat Cluburlaub-Prädikat. Natürlich zum deutlich günstigeren Preis wie im Hotelclub.

Tipp: Kombinieren. Auf meiner Reise entlang der Côte d’Azur konnte ich verschiedenste Campingplätze kennenlernen.

Preise

Der Basispreis für eine Nacht gilt immer für 2 Personen, 1 Zelt, 1 Auto. Weitere Personen, Strom oder der Familienhund werden extra berechnet. Hinzu kommt IMMER eine Kurtaxe, jedoch kaum mehr als 50 Cents pro Übernachtung.

Die kleineren, einfacheren punkten in erster Linie mit einem günstigeren Preis. Es kann mit rund 10-15 Euro pro Nacht kalkuliert werden. Die Campingplätze der höheren Kategorie hingegen sind schon etwas teurer, erfahrungsgemäß liegen sie zwischen 18 und 25 Euro pro Nacht.

Bei einer Provence-Rundreise einfach mal abwechseln! Ich selbst habe den Campingplatz alle 2-3 Tage gewechselt, mal einen günstigeren, mal einen teureren genommen. Gerade nach einigen sportlichen Tagen kann kann ein Platz mit Schwimmbad und anderen Annehmlichkeiten wirklich nett sein…

Camping mit Hund in der Provence

Der wirklich größte Unterschied von deutschen zu französischen Campingplätzen ist – zumindest aus Sicht eines Hundebesitzers – der Umstand, dass Hunde wirklich immer erlaubt sind. Mir ist noch kein Campingplatz untergekommen, bei dem dies anders wäre. Für den Hund muss zwischen 1,50 und 4 Euro extra gelöhnt werden, außerdem besteht Leinenpflicht. Diese wird nicht immer ganz so ernst genommen. Auch schleicht auf jedem zweiten Campingplatz (meine persönliche Beobachtung) ein freilaufender Hund herum. Meistens ein älterer Rüde auf der Suche nach potentiellen Futterquellen.

Reservieren?

In der Sommerferienzeit auf jeden Fall, ja! Gerade wenn die Franzosen Sommerferien haben ist es an der Côte d’Azur sehr voll. Ich empfehle aber eher den Frühling / Frühsommer oder Spätsommer / Herbst. Es ist nicht ganz so heiß, und auch nicht ganz so voll. Das gilt für den Campingplatz wie auch für die Strandpromenade, Wanderwege etc. Auch sind die Preise in der Nebensaison deutlich humaner als im Juli / August. Hier muss dann auch normalerweise nicht reserviert werden, außer natürlich man wünscht sich was besonderes, wie ein Mobilheim einer speziellen Kategorie.