Wandern in Südfrankreich – die Art und Weise, Land und Leute, die echte Provence kennen zu lernen. Wandern bedeutet, die wunderbare Provence mit allen Sinnen wahrzunehmen. Denn hier gibt es nicht nur was fürs Auge. Denn an der Côte d’Azur wie auch im Inland wandert auch die Nase mit. Die Düfte von Grasse, legendär. In anderen Regionen ist die Blütenvielfalt atemberaubend, die „Kräuter der Provence“ trifft man in den Wäldern. Vor allem abseits der touristisch erschlossenen Gebieten.

Warum ein Wanderführer an der Côte d’Azur unverzichtbar ist
Es gibt viel zu entdecken, entscheidet man sich nur dafür, die Provence zu Fuß zu erkunden. Es geht um mehr als nur darum, dieses schöne Land entschleunigt wahrzunehmen. Dafür muss man aber wissen wo es lang geht. Denn die schönen, wilden Pfade sind nicht immer offensichtlich. Der Einstieg in eine schöne Wandertour kann zwischen zwei Häusern versteckt sein. Entweder man ist ortskundig oder hat eben einen Wanderführer mit dabei um sich orientieren zu können.

Warum ein Wanderführer wirklich unverzichtbar ist? Weil ein Weg, auf der Karte eingezeichnet, nicht zwingend auch ein begehbarer Weg sein muss. Die einen Wege gibt es nicht mehr, andere sind privat. Es gibt einfach kein Durchkommen, und man sollte sein Glück auch nicht einfach so versuchen – der nächste Hofhund freut sich schon auf Sie!

Côte d’Azur – Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen

In diesem Wanderführer sind 45 Touren verzeichnet, eingeteilt in drei Schwierigkeitsgrade (blau, rot, schwarz). Einige dieser Routen haben wir bereits selbst getestet, und durchgängig für toll empfunden! Hier gibt es nicht nur Tipps wie man zum richtigen Einstieg in eine Wandertour kommt, sondern auch wie schwierig diese Tour bewertet wird. Wir haben uns dabei auf blaue und rote Routen konzentriert. Diese sind relativ einfach, zum einem im Sinne dass der Weg einigermaßen gut zu finden ist, und sie sind ohne Kletterpartien. Touren, die auch mit einem (sportlichen!) Hund und Sportschuhen möglich sind.

Besonders schön finde ich an dem Wanderführer, dass er mehr als nur Fakten sowie zuverlässige Angaben zu Gehzeiten enthält. Eine kleine Karte, für die einfacheren Touren durchaus ausreichend, sowie einige Bilder und Tipps zu Unterkünften und Sehenswertem. Auch gibt es zu einigen Touren eine alternative Route, die ntweder leichter oder schwerer ist. Viele der aufgeführten Touren sind direkt an der Küste, andere etwas im Inland. Gerade im Hinterland finden sich interessante Erhöhung, Massive und Gesteinsformationen. Insbesondere an der italienischen Grenze, wo die Côte d’Azur in die französischen Alpen übergehen finden sich auch einige Touren für Anspruchsvolle Wanderer.

Gratis dazu gibt es einige gute Tipps rund um das Wandervergnügen. Einem kann ich nur beipflichten: das Wandern im Hochsommer ist etwas speziell. Nicht nur, weil im Juli und August die Franzosen Urlaub haben, es auf so manch einem Pfad verkehrsreich zugeht. Außerdem ist es – mir zumindest – einfach zu heiß. Ein sehr guter Sonnenschutz sowie viel viel Wasser mitzunehmen, elementar. Selbst in der Nebensaison. Denn nicht überall kann man die Wasserflasche nachfüllen. Selbst wenn auf der Karte ein Wasserlauf eingezeichnet ist bedeutet dies noch lange nicht, dass er auch existiert – gerade im Sommer / Spätsommer kann es nach längerer Trockenheit sein, dass Bäche ausgetrocknet sind.