Das Massif de la Sainte Baume, benannt nach der heiligen Grotte, die in die steile Nordwand eingelassen ist. Hier hat Maria Magdalena einer Legende nach die letzten 30 Jahre ihres Lebens verbracht. Betend und wirkend in einer Grotte, mit atemberaubendem Ausblick. Heute sind Grotte (franz. baumo) und die 12 km lange Bergkette Ziel von Wanderern und Pilger. Die einen finden hier wunderbare Ausblicke, andere die Möglichkeit sich Jesus und der heiligen Maria Magdalena nahe zu sein.

Chapelle du St-Pilon (1000m)

Chapelle du St-Pilon (1000m)

Chapelle du St - Pilon: Ausblick auf den Luberon

Chapelle du St – Pilon: Weitblick, Luberon am Horizont

Die Grotte Sainte-Marie-Madeleine gehört zu den heiligen Orten der Provence, ist ein Wallfahrtsort der zahlreiche Besucher aus ganz Europa anlockt. Einmal auf den Spuren der heiligen Maria Magdalene, der Römer, Päpsten und Königen pilgern. Die Erfüllung für so manch einen Gläubigen, der den Aufstieg zur Grotte auch gerne schonmal barfuß bewältigt.

Klassischer Ausgangspunkt ist die Hôtellerie de la Sainte-Baume. Sie wird betrieben von Dominikanern, hier finden Pilgerer und auch Wanderer die Möglichkeit zu nächtigen. Meine Empfehlung jedoch ist der Parkplatz einige Hundert Meter vor der Hôtellerie, direkt an der Kreuzung von Nans-les-Pins bzw. Mazaugues kommend findet sich ein schöner, schattiger Parkplatz. Direkt von diesem geht ein Weg hoch zur Grotte ab. Der Aufstieg zu dieser ist in 45min (gemütliches Tempo) zu bewältigen.

Direkt unterhalb der Grotte gibt es nun die Möglichkeit weiter aufzusteigen, auf den Col du St. Pilon. Hier findet sich ein weiteres Wallfahrtsziel, die St-Pilon-Kapelle. Sie selbst macht nicht so viel her wie die Grotte, dafür aber der Weg dorthin: teilweise ist er treppenförmig angelegt. Nicht nur die Stufen, sondern auch der Weg selbst wurde teilweise „gepflastert“. Hier hat sich jemand wirklich viel Mühe gemacht. Oben angekommen offenbart sich einem ein wunderbarer Blick. Gen Norden erstreckt sich der Luberon in der Ferne, im Süden das Meer. Noch ein paar Schritte, und die Chapelle du Sainte Pilon ist erreicht. Wer möchte, kann dem Berggrat weiter entlang gehen. Durchaus turnschuhfähig, zumindest wenn man sich dafür entscheidet den gleichen Weg zurück wieder abzusteigen.

Anders, möchte man über den Pas de la Cabre absteigen. Hier ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Auch wenn einem der eine oder andere Pilger auch hier noch mit Sandalen entgegen kommt. Verlaufen kann man sich hier nicht wirklich, man landet automatisch wieder an der Hôtellerie bzw. am Parkplatz, welche gut ausgeschildert sind.

Tipps: Unterhalb der Grotte gibt es einen Brunnen, an dem die Trinkflasche wieder aufgefüllt werden kann. Wer eine Übernachtung sucht kann entweder in der Hôtellerie bei den Dominikanern eine Unterkunft erfragen. Alternativ gibt es in Gémenos sowie in Nans-les-Pins Campingplätze. Ich empfehle den Platz in Nans-les-Pins: Luxuscamping mit Aquapark und Ponyreiten.

Hier noch ein paar Impressionen: