Namensgeber der „azurblauen Küste“ war der Dichter Stéphen Liégard (1830-1925) vor rund 150 Jahren. Er konnte die französische Mittelmeerküste zwischen Monaco und Marseille wohl noch so natürlich erleben, dass sie ihn – und auch andere Künstler – inspiriert hat. Was nun nicht bedeuten soll, dass die Côte D’Azur heute von ihrem Zauber verloren hat. Zuweilen muss man einfach nur ein paar andere Wege gehen um sie neu zu entdecken. Weg von Schnellstraßen, Touristenhochburgen und mit Villen überbauten Küstenabschnitten. Wobei auch diese natürlich ihren Reiz haben.

Jetset an der Côte d’Azur: Blingbling und Champus

Manche verbinden mit der Côte vor allem Luxus, reiche und schöne Menschen, teure Jachten und Promis, die sich Champus nippend in der Sonne räkeln. Tatsächlich kann man in Cannes, Nizza oder St. Tropez schnell fündig werden. Schicke Menschen in teuren Outfits allerorts, luxuriöse Boote in allen Größen sind nicht nur im Yachthafen zu entdecken. Wer einen Tag mit Flanieren oder Shoppen verbringen möchte ist hier bestens aufgehoben. Wer die Côte d’Azur wirklich kennen lernen möchte sollte es bei einem Tag belassen.

Die Küsten zu Fuß und per Rad entdecken

Das touristische Angebot an der Küste ist groß. Riesige Anlagen mit Ferienappartements oder Campingplätze stehen bereit um in der Sommerzeit viele tausende Touristen aufzunehmen. Entsprechend voll wird es mitunter, gerade an den dazugehörigen Stränden. Diese sind im Übrigen immer und überall öffentlich zugänglich, anders wie beispielsweise in Italien wo so manch ein Strandabschnitt quasi dem Liegestuhlvermieter gehört. Wer über seinen Tellerrand hinaus schauen möchte sollte sich auf den Weg machen. Und die Côte d’Azur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Wir empfehlen das Wandern. Denn entschleunigt durch die einmalig abwechslungsreiche Natur zu gehen eröffnet neue Horizonte. Denn in der Provence wandern auch Augen und vor allem die Nase mit. Außerdem besteht nur so die Möglichkeit, Menschen, Flora und Fauna kennen zu lernen. In jedem größeren Dorf findet 1-2x pro Woche ein Wochenmarkt statt, mit tollen regionalen Produkten. Entdecken Sie auch die Gastfreundlichkeit der Franzosen. Nach dem Weg fragen, Sie werden gewiss Antwort erhalten – auch wenn Ihr Französisch nicht ganz perfekt ist.

Sentier Littoral, der Küstenpfad entlang der Côte d’Azur, beläuft sich auf insgesamt 250km. Und ist in viele kleineren Abschnitte unterteilt. Einst haben Zöllner diese Küstenwege für Kontrollgänge genutzt. Heute sind sie ein Muss für alle, die wirklich einmal erfahren möchte, was die Côte d’Azur zu bieten hat, wofür sie steht: Azurblaues Meer, azurblauer Himmel. Tolle Aussichten, verschlungene Pfade, duftende Wälder, integrierte Landwirtschaft, kleine historische Dörfer und teure Villen. Eines ist besonders schön am Sentier Littoral: er bleibt erhalten, bedingungslos. Während sich an nicht wenigen Teilen der Küste Privatvillen den Küstenzugang versperren hat der Sentier Littoral Vorrang.

Toll, und meinen nächsten Urlaub mache ich jetzt in…

„Lannée prochaine, j’irai à la mer“ – Im nächsten Jahr, da werd‘ ich ans Meer fahren!

Ein französischer Ausspruch, der dann verwendet wird, sind die Ferien mal wieder ins Wasser gefallen, während an der Côte d’Azur die Sonne gescheint hat. Nun ist diese über 400km lang. Wo also soll ich nun meinen Urlaub verbringen? Entsprechend Ihrer Vorlieben. Touristisch gut erschlossen sind eigentlich alle Orte entlang der Küste. Le Lavandou, Bandol oder La Ciotat, hier finden sich viele Ferienwohnungen und Häuser, von privat oder in Anlagen. Auch an Campingplätzen ist die Côte d’Azur reich. Kleine Plätze in privater Hand sowie große, luxuriöse Campingplätze mit Schwimmbad und Animation – dazwischen gibt es quasi alles. Die Auswahl ist groß, gerade an der Küste und in der Nebensaison. Zur Hauptreisezeit sind die Preise teils spürbar teurer, auch sollte frühzeitig reserviert werden.

Karte: die Côte d’Azur, von Marseille bis Menton